FLM 408675 DR IV 86.10-18 Tenderlokomotive

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Tenderlokomotive Baureihe 86.10-18 der DR
FLM 408675.jpg
Quelle: Fleischmann
HERSTELLER
HERSTELLER Gebr. Fleischmann GmbH & Co. KG
ARTIKELNUMMER 408675
UVP 399,00 € (Fleischmann H0 Katalog 2009/2010)
VORBILD
EPOCHE IV Deutsche Demokratische RepublikDeutsche Demokratische Republik
BAHNGESELLSCHAFT DB
BAUREIHE 86.10-18
ACHSFOLGE 1'D1'
ANZAHL DER ACHSEN 6
BETRIEBSNUMMER 86 1590-8
LACKIERUNG RAL 9005 Tiefschwarz
RAL 3000 Feuerrot
MODELL
NENNGRÖSSE H0
LÄNGE ÜBER PUFFER 160 mm
SYSTEM DCC Sound
DEKODER Fest eingebaut
MOTOR Motor mit Schwungmasse
ANTRIEB 4 Achsen
HAFTREIFEN 2
BELEUCHTUNG Ein-/ausschaltbare konstante Zweilicht-Spitzenbeleuchtung beidseitig, mit der Fahrtrichtung wechselnd
KUPPLUNG H0-PROFI-Kupplung
Kupplungsaufnahme nach NEM 362
Beidseitige Kulissenmechanik


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H0-Modell einer Tenderlokomotive der Baureihe 86.10-18 des Herstellers Fleischmann. Das Modell ist in Epoche IV-Ausführung der Deutschen Reichsbahn der DDR gestaltet, für das Zweileiter-System konzipiert und mit einem digitalen, lastgeregelten DCC-Sound-Dekoder ausgestattet.

Die Baureihe 86 war eine Einheits-Güterzugtenderlokomotive der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft. Sie war für den Einsatz auf den Nebenstrecken vorgesehen und wurde von fast allen für die Reichsbahn tätigen Unternehmen geliefert. Ab 1942 wurde sie in einer vereinfachten Form als Übergangskriegslokomotive (ÜK) gebaut. Dabei war der Entfall der zweiten Führerstandsseitenfenster, sowie die als Scheibenräder ausgeführten Laufräder am augenfälligsten.

1 Herstellerinformation

1.1 Vorbild

Die Deutsche Reichsbahn hatte die Baureihe 86 vor allem im sächsischen Raum im Einsatz. Die Maschinen versahen den personen- und Güterverkehr auf den krümmungs- und steigungsreichen Strecken des Erzgebirges. Erst am 26. Mai 1988 erfolgte mit 86 1501 des Bahnbetriebswerks Aue, Einsatzstelle annaberg-Buchholz, die letzte planmäßige Fahrt.

Quelle: Fleischmann

1.2 Modell

  • Vorbildgetreu lackiert und beschriftet
  • Eingesetzte Fenster
  • Führerstand-Inneneinrichtung
  • Teilweiser Durchblick zwischen Kessel und Fahrwerk
  • Vollbewegliche, filigrane Heusinger-Steuerung
  • Bremsklötze zwischen den Rädern
  • Metalldruckguss-Fahrgestell
  • Motor mit Schwungmasse
  • Mit digitalem, lastgeregeltem DCC-Sound.Decoder
  • Antrieb auf alle 8 Treibräder, davon 2 mit Haftreifen
  • Ein-/ausschaltbare konstante Zweilicht-Spitzenbeleuchtung beidseitig, mit der Fahrtrichtung wechselnd
  • Beidseitige Kulissenmechanik und automatische PROFI-Kupplung mit Vorentkupplung für echten Kurzkupplungsbetrieb
  • Kupplungsaufnahme NEM 362
  • Epoche IV

Quelle: Fleischmann

1.3 Ersatzteile

Teile & Zubehör
Bezeichnung Artikelnummer
HAFTREIFEN 54 4006
SCHLEIFKOHLEN UND FEDERN 6519
ERSATZGLÜHLAMPE 6535
PROFI-STECKKUPPLUNG 6515

Quelle: Fleischmann

2 Modellinformation

2.1 Technische Varianten

FLM 408605.jpg
FLM 408605.jpg
408605 Modell für Zweileiterbetrieb
FLM 408675.jpg
FLM 408675.jpg
408675 Modell für digitalen Zweileiterbetrieb (DCC) mit Sound

3 Vorbild

Vorbild:DRG-Baureihe 86 Tenderlokomotive

Die Baureihe 86 war eine Einheits-Güterzugtenderlokomotive der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft. Sie war für den Einsatz auf den Nebenstrecken vorgesehen und wurde von fast allen für die Reichsbahn tätigen Unternehmen geliefert. Ab 1942 wurde sie in einer vereinfachten Form als Übergangskriegslokomotive (ÜK) gebaut. Dabei war der Entfall der zweiten Führerstandsseitenfenster, sowie die als Scheibenräder ausgeführten Laufräder am augenfälligsten.

3.1 Geschichte

Fast alle deutschen Lokomotivfabriken waren am Bau der Maschinen beteiligt. Im Zeitraum von 1928 bis 1943 wurden 775 Exemplare gebaut, Einsatzgebiete waren vor allem Mittelgebirgsstrecken, die ersten zehn Exemplare erhielten deshalb eine Riggenbach-Gegendruckbremse.

20 Loks wurden während des Zweiten Weltkrieges zerstört, leicht beschädigte Maschinen wurden wiederaufgearbeitet. Von den ursprünglich 775 Exemplaren gingen 175 an die Deutsche Reichsbahn in der DDR, 385 an die Deutsche Bundesbahn, 29 Exemplare, die nach dem Krieg in Österreich verblieben, kamen zur ÖBB, 44 zur PKP (TKt3), 73 zur SŽD und 62 zur ČSD (sechs davon später zur SZD und 86 043 1958 zur DR in die DDR). Von diesen 62 Maschinen wurden 28 zur ČSD-Baureihe 455.2. Von nur zwei Maschinen ist der Verbleib unbekannt (86 016 und 86 469). Die ÖBB begann bereits 1945 mit der Ausmusterung, welche sie 1972 abschloss. Jedoch behielten sich die österreichischen Maschinen die spektakulärsten Einsätze vor, unter anderem mit schweren Erzleerzügen als Vorspann für eine BR 52.

Die Deutsche Bundesbahn stationierte die meisten 86er in Nürnberg für die fränkischen Nebenstrecken und den dortigen Rangierbahnhof. Auch das Bahnbetriebswerk Hof war bekanntes 86er Territorium. Mit der BR 86 wurden auch regelmäßig kurze Eilzüge gefahren. Die DB musterte ihre letzte Lok 1974 aus.

Bei der DR waren die 86er hauptsächlich im Bw Aue (mit über 50 Maschinen) für die umliegenden Erzgebirgsstrecken stationiert. Einige auf Usedom im Bw Heringsdorf stationierte Exemplare der DR erhielten sogar Windleitbleche. Ein bekannter Sonderfall war die Bespannung eines aus 7 Bghw-Wagen bestehenden Eilzuges, leichte D-Züge sollten wie ebenso Eilzüge im Mittelgebirge ebenfalls zum Dienstplan gehört haben. Das letzte (offizielle) Betriebsjahr war bei der DR 1976, doch fuhren einige Exemplare noch weit in die 1980er Jahre hinein. Seit ihrer Indienststellung 1928 stand 86 001/86 1001 fast täglich unter Dampf, wurde aber in ihren letzten Betriebsjahren oft nur als Heizlok genutzt. Ihre letzten Einsätze hatte sie ab 1982 auf der Stichstrecke von Schlettau nach Crottendorf. Auf dieser Strecke beendete im Mai 1988 86 501 den Dampfbetrieb, zusammen mit 86 001 wurde die Lok zum 100-jährigen Jubiläum der Strecke 1989 nochmals eine Woche im Plandienst eingesetzt. 86 001 erreichte mit einem Dienstalter von 60 Jahren die längste Einsatzdauer aller im Plandienst eingesetzten Einheitstenderloks. Seit 1999 ist 86 001 kalt abgestellt.

3.2 Bilder

86 001 in Chemnitz-Hilbersdorf
86 001 in Chemnitz-Hilbersdorf  
PKP TKt 3-16
PKP TKt 3-16  
86 270 im Bw Dresden-Friedrichstadt (1952)
86 270 im Bw Dresden-Friedrichstadt (1952)  
BR 86 501 im Bahnhof Sitzendorf
BR 86 501 im Bahnhof Sitzendorf  

3.3 Weiterführende Informationen

Vorbildinformationen aus der Deutschsprachigen Wikipedia adaptiert.

4 Weblinks