ARN 2274 DB III 78 Tenderlokomotive

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Tenderlokomotive BR 78
ARN 2274.jpg
Quelle: Arnold
HERSTELLER
HERSTELLER Arnold
ARTIKELNUMMER 2274
VORBILD
EPOCHE III DeutschlandDeutschland
BAHNGESELLSCHAFT DB
BAUREIHE 78
BAUJAHR 1919
ACHSFOLGE 2'C2'
ANZAHL DER ACHSEN 7
BETRIEBSNUMMER 78 165
LACKIERUNG schwarz
rot
MODELL
NENNGRÖSSE N
LÄNGE ÜBER PUFFER 92 mm
SYSTEM Analog
ANTRIEB 3 Achsen angetrieben
HAFTREIFEN 2
BELEUCHTUNG Dreilicht-Spitzensignal vorne und hinten mit der Fahrtrichtung wechselnd
KUPPLUNG Standard-N-Kupplung


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N-Modell einer siebenachsigen Tenderlokomotive der Baureihe 78 des Herstellers Arnold. Das Modell ist in Epoche III-Ausführung der Deutschen Bundesbahn gestaltet.

1 Herstellerinformationen

1.1 Vorbild

Diese 78 165 mit den markanten Dachlüftern ist 1919 bei Vulcan in Stettin gebaut und als „Wür 1140” an die Württembergische Staatsbahn geliefert worden. Von 1919-1924 war sie im Bw Tübingen beheimatet, tat ein Jahr im Bw Heilbronn Dienst und kam im Juli 1925 zum Bw Nürnberg Hbf. wo sie 41 Jahre blieb. November 1966 wurde sie in München ausgemustert.

  • Personenzug-Tenderlokomotive BR 78 der DB (ex württ. T18)
  • Baujahr 1919
  • Vmax 100 km/h
  • Bauart 2'C2' h2

Quelle: Arnold

1.2 Modell

  • Epoche III
  • 3 Achsen angetrieben
  • 2 Haftreifen
  • 3-fach Spitzenlicht vorne und hinten
  • Fahrrahmen Metalldruckguß
  • LüP 92 mm
  • Gewicht 90 g.

Quelle: Arnold

2 Vorbild

Vorbild:KPEV-Baureihe T18 Tenderlokomotive

Die Gattung T18 war die letzte für die Preußischen Staatseisenbahnen entwickelte Tenderlokomotive. Sie wurde ursprünglich für den Verkehr auf Rügen als Ersatz für die Baureihen T12 und T10 vorgesehen. Sie entstand als 1912 eine Lokomotivtype konzipiert wurde, mit der Schnell- und Personenzügen in grenznahen Gebieten oder im Pendelverkehr auf kürzeren Strecken befördert werden sollten. Die Bauart einer Tenderlokomotive mit symmetrischem Fahrwerk wurde vorgesehen, weil diese im Gegensatz zu Schlepptender-Lokomotiven vorwärts und rückwärts gleich schnell und bei Fahrten in Gegenrichtung ohne die Notwendigkeit einer Drehung auf der Drehscheibe betrieben werden konnte. Ihre Leistung und Höchstgeschwindigkeit sollte etwa der P8 entsprechen. Robert Garbe entwarf diese 2'C2'-Tenderlokomotive für 100 km/h mit 17 t Achslast und ließ sie bei den Stettiner Vulkan-Werken bauen. Sie erhielt die Bezeichnung T18.

Insgesamt wurden in den Jahren von 1912 bis 1927 534 Fahrzeuge hauptsächlich von der Stettiner Maschinenbau AG Vulcan und ab 1923 auch von Henschel sowie ab 1925 von HANOMAG gebaut. Es gingen allein 458 Maschinen an die Preußische Staatseisenbahnen beziehungsweise die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft. Die Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen erhielten 1919 20 T18, die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen ebenfalls 1919 27 T18, die Eisenbahnen des Saargebietes von 1922–1925 27 Exemplare und die Eutin-Lübecker Eisenbahn sogar erst 1936 und 1939 zwei Exemplare.

Die Reichsbahn übernahm 460 Fahrzeuge aus Preußen und 20 von den Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen in die Baureihe 78 mit den Betriebsnummern 78 001–282 und 78 351–528. Davon stammte die 78 093 aus Elsaß-Lothringen und die 78 146–165 aus Württemberg. Später reihte sie hier noch Maschinen der Saar-Eisenbahnen als 78 283–328 und der Eutin-Lübecker Eisenbahn als 78 329 und 330 ein.

Die Deutsche Bundesbahn übernahm 424 Fahrzeuge und die Deutsche Reichsbahn in der DDR 53 Exemplare. 1968 waren nur noch 35 Maschinen im Besitz der Deutschen Reichsbahn in der DDR. Die Deutsche Reichsbahn stattete 1965 eine große Zahl ihrer Fahrzeuge mit Giesl-Schornsteinen (siehe Giesl-Ejektor) und Witte-Windleitblechen aus. Ab 1968 wurden die Lokomotiven der Deutschen Bundesbahn in die Baureihe 078 umgezeichnet, 1970 zeichnete die Deutsche Reichsbahn der DDR ihre Loks um als Baureihe 78.1.

Die PKP übernahm Lokomotiven diese Typs unter der Bezeichnung OKo 1.

Die Deutsche Bundesbahn baute mehrere 78 für den Wendezugverkehr zum Einsatz z.B. zwischen Frankfurt und Wiesbaden um. Da der Lokführer im Steuerwagen nur die Bremse selbst bedienen konnte, erfolgte die Bedienung des Reglers und der Steuerung auf Signale des Lokführers durch besonders geschulte Heizer. Die letzten Lokomotiven wurden bei der DB Mitte der 70er Jahre im Bahnbetriebswerk Rottweil ausgemustert. Die Abschiedsfahrt war, gleichzeitig auch die für die Baureihe 38 (Preußische P 8), am 31. Dezember 1974. Veranstalter waren die Eisenbahnfreunde Zollernbahn e.V. Die Fahrt war sogar der Tagesschau einen Bericht wert.

2.1 Bilder

78 468 im Eisenbahnmuseum Dieringhausen
78 468 im Eisenbahnmuseum Dieringhausen  
DR 78 009 in Potsdam (1993)
DR 78 009 in Potsdam (1993)  
OKo 1-3 ex 78 189 Vulcan 3610-1920
OKo 1-3 ex 78 189 Vulcan 3610-1920  
DB 78 510 im Verkehrsmuseum Nürnberg
DB 78 510 im Verkehrsmuseum Nürnberg  
DR 78 519 (1952)
DR 78 519 (1952)  

2.2 Weiterführende Informationen

Vorbildinformationen aus der Deutschsprachigen Wikipedia adaptiert.

3 Weblinks